Operativ die Ohren anlegen

Bei der Ohranlegeplastik (Otoklisis) kommen unterschiedliche chirurgische Verfahren zum Einsatz. Abstehende Ohren können durch einen sehr grossen Ohrmuschelknorpel (Conchaknorpel) und/oder durch eine schlecht ausgebildete Anthelix bedingt sein. Eine Korrektur muss also entweder im Sinne der Ohrmuschelkorrektur und/oder einer Anthelixplastik erfolgen.

Die Anwendung unterschiedlicher Techniken richtet sich danach, ob Knorpel entfernt werden muss oder ob eine Schwächung des Knorpels durch eine Ritztechnik ausreicht.

Bei sehr stark ausgebildeter Ohrmuschel ist eine Entfernung von Knorpelanteil meist nötig. Die Anthelixplastik wird durch Ritztechnik und Anlage spezieller Nähte durchgeführt. Die Fixierung des neu geformten Knorpels am Knochen erfolgt durch Nähte hinter dem Ohr. Der Schnitt wird bei allen Ohrmuschelkorrekturen hinter dem Ohr gelegt.

Nach erfolgter Ohrmuschelplastik wird ein fester Kopfverband für ca. eine Woche angelegt. Fäden werden nach einer Woche entfernt. Das Tragen eines Stirnbandes sollte für etwa einen Monat erfolgen. Wichtig ist auch bei dieser Operation, dass ein natürlicher Abstand der Ohren vom Kopf gegeben ist. Auch dürfen keine scharfen Kanten im Bereich der Ohrmuschel entstehen. Da der Knorpel eine starke Rückstellungstendenz hat, muss eine ausreichende Knorpelneuformung kreiert werden.